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Kleine Weinphilosophie
Wein und Herkunft
Wir trinken alle Weine, die wir verkaufen, auch selbst. Natürlich, weil sie uns schmecken und wir sie vor Ort akribisch ausgesucht und probiert haben. Aber auch aus anderen Gründen:
Weil wir wissen, dass sie in einer intakten, schönen Kulturlandschaft angebaut werden. Weil wir die Kellereien, in denen sie gekeltert werden, von innen gesehen haben. Und weil wir die Menschen, von denen sie in familiären Kleinbetrieben traditionsbewusst erzeugt werden, persönlich kennen und schätzen. Diesen unmittelbaren Bezug zur Herkunft des Weins möchten wir gerne vermitteln.
Es ist kein Zufall, dass wir unseren Urlaub dort verbringen, wo der Wein aus unserem Sortiment wächst. Im Gegenteil, so ist unser Laden entstanden.
Die Weinschwemme
Der Jahrhunderte alte bäuerliche Weinbau wird von einer beispiellosen Flut industriell produzierter Massenweine in seiner Existenz bedroht. In trostlosen Agrarwüsten angebaut, in raffinerieähnlichen Produktionsstätten auf Massengeschmack getrimmt, werden diese Weine von Marketingstrategen mit der Mentalität von Waschmittelfabrikanten in den Versandhandel und in die Supermarktregale gepusht.
Klar, Wein muss in erster Linie gut schmecken, aber muss er immer gleich schmecken? Immer nach Cabernet-Sauvignon-Marmelade und immer nach Eichenholz, und jedes Jahr wie im Jahr davor?
Preisdumping und Fabelpreise
Es liegt auf der Hand, dass ein bäuerlicher Kleinerzeuger, der weniger als 100.000 Flaschen im Jahr produziert, nicht so billig produzieren kann wie z.B. ein sizilianischer Massenabfüller, der ein paar Millionen Flaschen pro Jahr herstellt, ganz zu schweigen von den gigantischen Getränkekonzernen in der Neuen Welt, die zum Teil mehrere hundert Millionen Flaschen pro Jahr auf den Markt werfen.
Die Lieferanten von Vinum & Oleum schaffen es dennoch, ausgezeichnete Weine zu realistischen, erschwinglichen Preisen anzubieten und heben sich damit auch positiv von sogenannten Spitzenerzeugern ab, die für ihren mäßig sensationellen Bordeaux oder Brunello Wucherpreise verlangen. Eine Flasche Wein ist schließlich kein Klunker, sondern zum Austrinken da.