Mai 2017
Zerlegter Chianti

Malvasia Nera

Es spricht sicher für den toskanischen Baron und Staatsmann Bettino Ricasoli, dass er sich auch von diversen italienischen Unabhängigkeitskriegen nicht davon abhalten ließ, auf seinem Landgut bei Gaiole in Chianti intensiven weinbaulichen Studien nachzugehen. Man schrieb das Jahr 1872, als Ricasoli in einem Brief an einen gewissen Professor Studiati die ultimative Rezeptur für den Chianti niederschrieb: "... der Sangioveto verleiht dem Wein den Hauptteil seines Dufts und eine gewisse Ausdruckskraft; vom Canajuolo erhält er jene Lieblichkeit, welche die Härte des ersteren mäßigt, ohne jedoch auch nur im Geringsten dessen Duft zu mindern, zumal er selbst mit einem solchen begabt ist; die Malvagia schließlich [...] neigt dazu, das Produkt aus den ersten beiden Sorten zu verdünnen, vermehrt seinen Geschmack, macht es leichter und eher geeignet für den täglichen Gebrauch zu Tische."

Etwa 130 Jahre später fasste Enzo Nocentini, Chef unseres Partnerweinguts Tiberio, den Entschluss, Ricasolis Rezeptur trotz dessen verdienstvollen Wirkens für die italienische Einigung in ihre Einzelteile zu zerlegen und aus Sangiovese, Canaiolo und Malvasia fürderhin drei separate Weine zu produzieren.

Dieser genialen Eingebung verdanken wir die Existenz der sortenreinen Malvasia Nera IGP (Best.-Nr. R20, € 13,60), von der wir letzte Woche den hervorragenden Jahrgang 2012 ins Lager bekommen haben. Ob der Baron es geschafft hätte, mit diesem wuchtigen, mit vierzehneinhalb Umdrehungen gepolsterten Rosso sein Produkt zu verdünnen, darf zumindest stark bezweifelt werden.

Von nicht weniger bemerkenswerter Qualität ist auch der Canaiolo IGP 2013 (R21, € 13,60), dessen brillanter Beerenduft mit zarten Barriquenoten unterfüttert ist. Der Sangiovese IGP 2013 (R19, € 8,20) schließlich beweist, dass sich Wein aus der wichtigsten Traube des Chianti auch sortenrein zum täglichen Gebrauch bei Tische eignet.

April 2017
Bayern verspargelt

Grüner Veltliner Ried Vordernberg

Am vergangenen Mittwoch wurde am Viktualienmarkt offiziell die Spargelsaison eröffnet, selbstverständlich in Anwesenheit von Musibuam, Goaßlschnalzern und einer reschen Spargelkönigin. A bissl spät dran waren’s allesamt, denn schon seit Ende Februar werden die Münchner Spargel-Junkies mit weißen Stangen aus bayerischen Landen versorgt. Möglich machen das findige Landschaftspfleger aus dem Bauernstand, die das einträgliche Gemüse nicht nur unter Plastikfolie päppeln, sondern darüber hinaus allen Ernstes ihre Äcker beheizen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann der erste Spargel zu Weihnachten in der Butter schwimmt, und niemand sollte sich wundern, wenn er dann auf einmal wie holländische Tomaten schmeckt.

Um auch nicht ansatzweise in den Ruch zu kommen, irgendjemandem sein Edelgemüse vermiesen zu wollen, leisten auch wir unseren Beitrag zum allgemeinen Spargelwahnsinn, und zwar mit Martins Rezept für Spargel-Risotto. Für die Zubereitung braucht man etwas Fingerspitzengefühl, damit alles gleichzeitig gar wird, sprich: nicht der Reis zu hart und der Spargel zu weich bzw. umgekehrt. Deshalb ein Tipp: Es geht inspirierter von der Hand, wenn man schon zum Kochen ein Glas Weißwein bereitstellt (nicht fürs Risotto sondern für Koch und Köchin). Zur Inspiration sowie zum fertigen Gericht empfehlen wir heuer den Grünen Veltliner Ried Vordernberg 2016 (Best. Nr. 33, € 8,80), den neuen Lagen-Veltliner vom Weingut Winkler.

Ebenfalls neu im Sortiment und potenziell inspirierend sind zwei handgerüttelte Winzer-Sekte vom Weingut Schödl: der Rosé Brut aus Pinot Noir sowie der Blanc de Blanc aus Chardonnay/Weißburgunder (S3 und S4, je € 15,80). Als Neuzugang bei den Rotweinen präsentieren wir den Vettina Pergola DOC 2015 (R73, € 7,50) vom Weingut Terracruda, der zu 100% aus der aromatischen Aleatico-Traube gewonnen wird. Das Besondere an dieser kaum bekannten Rebsorte sind intensive Blütenaromen, wie man sie sonst bei kaum einem Rotwein findet.

März 2017
Igel im Nebel

Barolo Aculei, La Biòca

Ein Igel macht sich eines Nachts auf den Weg zu seinem Freund, dem kleinen Bären, um mit ihm Tee zu trinken und die Sterne zu zählen. Unterwegs verirrt er sich im Nebel, trifft einen finsteren Uhu und ein weißes Pferd, verliert sein Marmeladenglas und fällt in einen Fluss. Die Marmelade bringt ihm ein netter Hund zurück und aus dem Fluss wird er von einem Fisch gerettet. Dies ist das Sujet des bezaubernden sowjetischen Zeichentrickfilms "Der Igel im Nebel" aus den 70er Jahren.

Was ein Igel im Nebel mit Wein zu tun hat? Nun, der Igel ist das Markenzeichen der Azienda La Biòca, unseres neuen Partner-Weinguts aus dem Piemont. Der Nebel ist namensgebend für den Nebbiolo, jene göttliche Rotweintraube, der Barolo und Barbaresco ihren Weltruhm verdanken. Und "Igel im Nebel" ist nicht nur der Titel eines russischen Märchens, sondern auch der Name eines fantastischen Rotweins, des Riccinnebbia Langhe DOC Nebbiolo 2012 (Bestell-Nr. 80, € 14,50).

Mit dem Barolo Aculei DOCG 2013 (Best-Nr. 82, € 28,-) erklimmen die Igel-Weine den Rotwein-Olymp. Für sein Flaggschiff hat La Biòca keine Kosten gescheut und sich der Expertise des renommierten Önologen Franco Bernabei bedient. Die "Aculei" sind übrigens die Stacheln des Igels. Die Abrundung unseres brandneuen Nebbiolo-Sortiments bildet die sehr elegante Auslese Stërma Langhe Nebbiolo DOC 2013 (Best.-Nr. 81, € 13,40).

Dass das Team von La Biòca nicht nur mit Rotwein umgehen kann, beweisen zwei ausgezeichnete Weißweine. Der Favorosa Langhe DOC 2015 (Best.-Nr. 61, € 11,40) wird aus der Vermentino-Traube gewonnen, die in Piemont Favorita genannt wird. Das partiell eingesetzte "Orange"-Verfahren verleiht ihm besonders intensive Frucht- und Gewürzaromen. Der Ariss Langhe DOC 2015 (Best.-Nr. 60, € 7,40) aus der autochthonen Traubensorte Arneis besticht durch einen kräftigen Körper und ausgeprägte Pfirsicharomen.

Februar 2017
Merlot von Thomas Kitzmüller

Merlot Friuli Isonzo DOC 2015

Bei Weinbeschreibungen liegt häufig nur ein schmaler Grat zwischen Poesie und sprachlichem Amoklauf. Während ein Pfälzer Riesling mit mundwässernder Frische begeistert, verströmt eine mollige französische Rotweincuvée den Duft von rassigen Beeren und legt im nächsten Moment einen druckvollen Abgang hin. Wir begegnen einem rheingauer Riesling von burgundischem Ausmaß und einem südtiroler Gewürztraminer, der den Gaumen mit fordernder Frucht umgarnt. Österreich beglückt den Weinfreund mit trinkfreudigen Grünen Veltlinern, die mit animierendem Trinkfluss ins Delirium geleiten.

Vor diesem Hintergrund möge man es uns nachsehen, wenn wir bei der euphorischen Beschreibung eines Weins womöglich übers Ziel hinausschießen sollten. Diese Gefahr besteht zum Beispiel beim Merlot Friuli Isonzo DOC 2015 (Bestell-Nr. R7, € 10,40) von Thomas Kitzmüller. Der von vielen schon sehnsüchtig erwartete Nachfolger des legendären „Il Rosso“ ist weder mollig noch fordernd, dafür verströmt er den für diese Rebsorte typischen Himbeerduft. Der anteilige Ausbau im Holzfass verleiht ihm Samtigkeit und Eleganz. Vom kurzfristig ausverkauften Merlot IGT 2015 vom Nachbarweingut Riz (R1, € 6,90) haben wir zum Glück Nachschub hereinbekommen.

Die Stiftung Warentest hat preiswerte Olivenöle „nativ extra“ aus dem Supermarkt getestet (Januar 2017). Die Ergebnisse sind kein Ruhmesblatt für die Massenware der Billiganbieter: Von 24 getesteten Ölen wurde kein Einziges als „gut“ bewertet, zehn verdienten sich ein „mangelhaft“. Bei einem so wertvollen Lebensmittel vertrauen wir lieber auf die Spitzenerzeugnisse unserer italienischen Kleinproduzenten wie zum Beispiel das bewährte Oleum Extra Vergine von Santo Stefano (O1, 0,75 l zu € 15,80 bzw. 3-Liter-Kanister zu € 47,50, neue Ernte 2016).

Dezember 2016
Rosato zum Räuchersaibling

Bocca di Rosa Rosato

Seit der Erfindung des Gutscheins geht der Trend zum Event, auch beim Weihnachtsgeschenk. „Filet von der Dorade an Limettenschaum und karamellisierten Belugalinsen in Balsamico“ – mit diesem gepuderten Menüvorschlag lockt eine Schnäppchen-Agentur die schenkfreudige Kundschaft in ein mutmaßliches Spitzenrestaurant. Vom selben Anbieter werden Salzgrotten-Sitzungen, lasergetunte Haarentfernung sowie Salsa-Tanzkurse zu Kampfpreisen feilgeboten. Hoch im Kurs stehen auch Dinner in the Dark, Ferrari fahren und Übernachtungen in Seifenblasen-Hotels – was immer das zu bedeuten hat.

Wir beschränken uns heuer auf einige konservative Tipps fürs weihnachtliche Festessen. Und damit zurück zum Fisch. In vielen Haushalten ist es Brauch geworden, an Heiligabend anstelle eines opulenten Karpfens geräucherte Lachsfische zu servieren. Ein derart kalorienarmes Bescherungsmahl erhöht die Überlebenschancen an den beiden Weihnachtsfeiertagen, an denen es in verschiedenen Teilen der Familie meist fette Gänse zu verspachteln gilt.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass es bei Vinum & Oleum einen brandneuen und sehr gehaltvollen Rosato aus Sangiovese-Trauben gibt, der auf kongeniale Weise mit Räucherfisch harmoniert: den Bocca di Rosa (R26, € 8,50) vom Weingut Santo Stefano (Toskana). Zur Verfeinerung von Lachs, Forelle oder Saibling ist es ratsam, diese mit einem erstklassigen Olivenöl zu beträufeln, beispielsweise mit dem Frà Giocondo vom Conventino di Monteciccardo (O4, neue Ernte 2016). Als prickelnden Aperitif zu festlichen Menüs oder auch als Knaller für die Silvesternacht empfehlen wir den Donna Giulia Spumante Brut vom Weingut Le Terrazze (S5, € 14,80).

In der Rubrik „Geschenke“ auf unserer Internetseite finden Sie durchweg konservative Anregungen für den weihnachtlichen Gabentisch. Um den Anschluss an die Moderne nicht gänzlich zu verlieren, spielen wir mit dem Gedanken, ab nächstem Jahr „Weinproben in the Dark“ anzubieten. Unser Wahlspruch „Ich glaub, es ist ein Roter“ wird dann in völlig neuem Licht erscheinen.

November 2016
Herbstliche Reserven

Profondo Sangiovese

Wenn es "an die Reserven geht", bedeutet das meist nichts Gutes. Man denkt an Burnout-Syndrom und leere Kassen. Der passionierte Weintrinker hingegen geht mit Freude an die Reserven, sofern es sich nicht um die letzten Flaschen im Keller, sondern um besonders edle, lange gereifte Weine handelt. Allerdings ist es von Land zu Land und Anbaugebiet zu Anbaugebiet völlig unterschiedlich oder auch überhaupt nicht geregelt, was unter einer Reserve/Riserva/Reserva/Réserve zu verstehen ist. Mit zusätzlichen Qualitätsbegriffen wie DOCG, Gran Cru, Auslese oder Superiore sorgen die Marketingstrategen vielsprachig für zusätzliche Verwirrung auf den Weinetiketten.

Bei einem französischen Grand Cru Grande Réserve handelt es sich mutmaßlich um einen oberschichttauglichen High-End-Schampus, der vorzugsweise bei Schiffstaufen oder Siegerehrungen verplempert wird. Bei einem Chianti Classico Riserva DOCG freuen wir uns auf einen perfekt gereiften XXL-Turbo-Sangiovese, der jedoch überraschenderweise mühelos von einer Gran Selezione getoppt wird. Letztlich bleibt dem geneigten Konsumenten nichts anderes übrig, als in jedem Einzelfall zu recherchieren, für welche Qualitätskriterien die "Reserve" konkret steht.

Wir möchten heute drei Reserven empfehlen, die sich aufgrund ihrer kraftvollen Struktur trefflich dazu eignen, Blutbahn und Seele vor frühwinterlicher Vereisung zu schützen. Der Profondo Sangiovese DOC 2013 vom Weingut Terracruda (R72, € 18,80) hat sich sein "Riserva" durch eine 24 Monate währende Reifung verdient. Nach der Gärung lagert der Profondo für mindestens 12 Monate in neuen Barriquefässern und bleibt dabei in Kontakt mit den Hefen, die wöchentlich aufgerührt werden. Diese aufwendige Kellertechnik verleiht dem Sangiovese-Flaggschiff des Weinguts außergewöhnlich intensive Aromen. Anschließend reift der Profondo mindestens 12 weitere Monate auf der Flasche, bevor er in den Handel kommt.
Die beiden Grünen Veltliner Moosburgerin Kremstal DAC Reserve 2015 von Winkler (W34, € 10,80) und Alte Reben Weinviertel DAC Reserve 2014 von Schödl (W43, 13,80) zeichnen sich durch reife Obstaromen und einen geschmeidigen, langen Abgang aus. Wer möchte, kann unter den folgen Links nachlesen, welche Qualitätskriterien die jeweiligen DAC Reserven im Kremstal bzw. im Weinviertel erfüllen müssen. Kriterien hin oder her – beide sind exzellente Veltliner, die man sich gerade in der kühlen Jahreszeit gelegentlich gönnen sollte.

September 2016
Bianchello del Metauro oder: Hasdrubals Sargnagel

Bianchello del Metauro Superiore DOC

Es war im Jahre 207 v. Chr., als der karthagische Feldherr Hasdrubal während des zweiten punischen Kriegs am Fluss Metaurus südlich von Ariminum (Rimini) auf zwei starke römische Heere traf. Am Vorabend der unvermeidlichen Schlacht kamen seine gallischen Söldner auf die geniale Idee, sich am Wein aus der Gegend zu laben. Aufgrund der schon damals bestechenden Süffigkeit des Bianchello del Metauro mündete der Umtrunk in ein verheerendes Besäufnis. Am Tag der Schlacht waren die Söldner ihrem Feldherrn keine Hilfe mehr, und Hasdrubals Kopf landete alsbald als makabres römisches Wurfgeschoss im Lager seines Bruders Hannibal.

Wir beziehen diesen geschichtsträchtigen Weißwein vom Weingut Terracruda, wo wir im Mai dieses Jahres eine Woche auf den Spuren von Hasdrubals Söldnern verbrachten, jedoch im Unterschied zu diesen glücklicherweise nicht in kriegerische Auseinandersetzungen mit römischen Heeren verwickelt wurden. Das Weingut, das sich etwa 40 km südöstlich der Universitätsstadt Urbino im sanften Hügelland der italienischen Region Marken befindet, ist auf regionale Traubensorten spezialisiert und liefert uns den famosen Bianchello del Metauro in zwei Ausbaustufen: Der Boccalino DOC 2015 (Bestellnr. W55, € 6,30) verführt als leichtfüßiger Weißwein aus dem Stahltank zu unbeschwertem Genuss. Beim Campodarchi Argento DOC superiore 2013 (W56, € 9,80) wird ein Teil des Weins in neuen Barrique-Fässern vergoren und reift dort 12-18 Monate auf der Feinhefe. Dieses moderne Herstellungsverfahren verleiht dem Campodarchi eine phänomenale Aromadichte. Charakteristisch für den Bianchello ist ein feiner Duft, der an blühende Wiesen erinnert.

Weitere Neulinge vom Weingut Terracruda:
Ein gehaltvoller und sehr harmonischer Weißwein ist der Incrocio Bruni IGT 2015 (W57, € 7,80), der wegen seines hübschen Etiketts in unserem internen Sprachgebrauch als Vogerlwein firmiert. Die wiederentdeckte Kreuzung aus Verdicchio und Sauvignon Blanc ist eine absolute Rarität und wird nur von wenigen Weingütern in den Marken kultiviert.
Mit dem Orcio Sangiovese DOC 2015 (R70, € 6,90) kommt ein sehr preisgünstiger und geradliniger Rotwein ins Sortiment. Sein großer Bruder ist der Olpe Sangiovese Riserva DOC 2013 (R71, € 10,80), der seine urwüchsige Kraft aus einer 24 Monate währenden Reifung in Barriquefässern schöpft.
Der Spumante Brut Rosato 2015 (S7, € 10,80) aus Sangiovese-Trauben ist ein vortrefflicher Aperitif. Zum Abschluss eines gepflegten Essens empfehlen wir ein ganz besondere Spezialität aus dem Marken: den Fratte di Visciola (B2, € 20,80). Dieser intensiv nach Kirsche duftende Acquavite wird aus einer regionalen Sorte von Sauerkirschen gebrannt, die zuvor für die Herstellung von Kirschwein verwendet wurden.

Juli/August 2016
Pink Fluid live bei Vinum & Oleum

Pinkfluid Rosato 2015

Mit Profi-Reibeisen Bob Dylan kann man sicher alles Mögliche assoziieren, aber wohl kaum einen eleganten Rosé-Wein. Dylan-Fan Antonio Terni von der Fattoria Le Terrazze blieb deshalb gar nichts anderes übrig, als für seinen Rosato den Namen eines anderen Musikmonuments zu verwursten. Der aus 100% Syrah gekelterte Pinkfluid Marche Rosato 2015 (€ 7,90, Bestell.-Nr. 68) ist jedoch nicht nur wegen seines pfiffigen Namens und seiner wunderbaren dunkelrosa Farbe ein bemerkenswerter Tropfen, sondern vor allem wegen seines schönen Beerendufts und seiner beinahe cremig anmutenden Geschmeidigkeit.

Der weithin hörbare Ruf nach preiswerten Rotweinen sowie ein nicht unerheblicher Eigenbedarf haben uns veranlasst, den beiden schon im Sortiment befindlichen Montepulciano-Weinen aus dem Anbaugebiet um den Monte Conero südlich von Ancona/Marken einen weiteren hinzuzufügen. Der Rosso Conero Praeludium DOC 2015 (€ 6,80, R64) ist der Jungspund unter den Rossos der Fattoria Le Terrazze. Der Ausbau im Stahltank bringt einen sehr fruchtigen und nicht zu schweren Alltagswein hervor, der sich zum Beispiel blendend mit Pastagerichten versteht. Auf ca. 16°C heruntergekühlt gibt dieser mit 15% Syrah-Trauben garnierte Montepulciano auch einen erfrischenden Sommerrotwein ab.

Als prickelnde Ouvertüre zu einem gepflegten Gelage empfehlen wir die beiden erstklassigen Spumante Donna Giulia Brut 2013 (€ 14,80, S5, 100% Montepulciano) und Rosantium Brut Rosé 2010 (€ 12,90, S6, 50% Montepulciano, 50% Pinot Nero). Beide werden in traditioneller Flaschengärung hergestellt und gelangen während einer mindestens drei Jahre währenden Hefelagerung in einem historischen Kellergewölbe zu perfekter Reife. Die blitzsaubere Grappa Sassi Neri (€ 20,80, B1) rundet den Neulings-Reigen von der Fattoria Le Terrazze ab.

Juni 2016
Zielwasser für Thomas Müller

Grüner Veltliner loess.eins, Weingut Winkler

Dass unser Instinktstürmer aus der oberbayerischen Golfplatz-Provinz Pähl gleich reihenweise die Bälle am Tor vorbei semmelt oder an den Pfosten müllert wie gegen die bedauernswerten Nordiren und Slowaken, kann eigentlich nur am fehlenden Zielwasser liegen.

Unser Vinum&Oleum-Geheimtipp für Stürmer mit Ladehemmung: Grüner Veltliner loess.eins 2015 (€ 6,70, Bestellnr. W31) vom Weingut Winkler. Anwendung: innerlich, eine halbe Stunde vor dem Spiel, zwei bis drei Glasln – dieser Wein mit Biss und feinem Apfelaroma erfrischt und schärft die Sinne! Aber nicht vom Bundesjogi erwischen lassen.

Und auch für die italienischen Abwehrrecken Barzagli, Bonucci und Chiellini hätten wir eine Empfehlung für das Aufwärmprogramm vor dem Viertelfinale: den frisch eingetroffenen und sehr gelungenen Bianco (=Tocai) 2015 (€ 6,90, W2) vom Weingut Riz, jeder 3 Flaschen, die Kerle halten was aus. Winzer Fabian Riz ist nebenbei Fußballtrainer und garantiert für die totale Orientierungslosigkeit jeder 3er-Abwehrkette nach dieser echt friulanischen Sonderbehandlung.

Das Schöne am Rebsaft ist seine Vielseitigkeit. So ist es seit Jahrhunderten Brauch, dass der Mensch im Wein Vergessen sucht. Und damit kommen wir zu unserer letzten Empfehlung, gewidmet David Alaba, Wayne Rooney und all jenen, die unter der Allgegenwart des Fußballs in diesen Wochen leiden: Zoccoli Valdichiana DOC 2011 (€ 8,40, R24) vom toskanischen Weingut St. Stefano. Der neue Jahrgang dieses biologisch produzierten Sangiovese-Weins, der einem kurzen Abstecher ins Barrique-Fass seine besondere Finesse verdankt, lässt alles in einem milderen Licht erscheinen, selbst bitterste Niederlagen und die melancholische Erkenntnis, dass sich der Rest der Welt derzeit nur für Tore und Bier interessiert.

Mai 2016
Kitzmüller!

Traminer Aromatico von Kitzmüller

Angenommen, unser werter Heimat-Minister erlässt ein Gesetz, wonach Wein mit Migrationshintergrund nur noch in 400 km Mindestabstand zum nächsten fränkischen Weingut verkauft werden darf. Zeitgleich lassen die Österreicher in ihrer FPÖ-Paranoia die Schlagbäume herunter und schicken italienischen Wein an der Grenze als Promille-Flüchtling zurück mit der Begründung, das Boot sei schon mit Zweigelt und Veltliner voll? Ein Leben ohne Tocai Friulano und Sangiovese, kalter Entzug ...

Gott sei Dank sind das alles nur Horrorszenarien ohne jeglichen Bezug zur Realität. In der rosigen Wirklichkeit hat unsere Hausspedition Schenker die Weine von Thomas Kitzmüller auch ohne Schleuser über die Grenze gebracht und niemand hindert uns daran, sie an unsere geschätzte Kundschaft zu veräußern. Dass der Jahrgang 2015 in Friaul auch noch von hervorragender Qualität ist, setzt dieser guten Nachricht das I-Tüpfelchen auf. Als besondere Preziose sei vor allem der fantastische Traminer Aromatico Collio (Best.-Nr. W8, € 11,50) erwähnt, aber auch die beiden Friulano und alle anderen Weißweine sind ausgezeichnet geraten.

Bei den Rotweinen ist ab sofort der wie immer sehr feine Cabernet Franc Corte Marie (R6, € 7,50) im Handel, einen Merlot Friuli Isonzo 2015 als Nachfolger für den beliebten „Il Rosso“ sowie einen Cabernet Franc Collio 2015 hat Thomas Kitzmüller für den Herbst angekündigt. Die Weine vom Nachbarweingut Riz werden heuer später abgefüllt und sollten im Sommer bei uns eintreffen.

Einen Fotobericht zu unserem Aufenthalt in den italienischen Marken finden Sie unter „V&O auf Tour“ auf der Startseite oder direkt über diesen Link. Wir berichten über neu entdeckte Weine und geben nützliche Urlaubstipps.

Mai 2016
Bomben-Alarm bei Vinum & Oleum!

Bombe von Sergio Mottura

Gerade noch rechtzeitig vor den anstehenden Weißwein-Kübel-Wochen sind unsere 3-Liter-Biowein-Bomben (€ 18,50 Best. Nr. R8 bzw. W16) vom Weingut Mottura eingetroffen! Der praktische und preisgünstige Bag-in-Box-Wein ist nun auch wieder als Bianco erhältlich.

Die Bomben-Qualität der Olivenöle vom Conventino di Monteciccardo hat sich inzwischen herumgesprochen. Unseren Besuch bei dem Landgut Anfang Mai haben wir dazu genutzt, das Angebot um ein 3-Liter-Gebinde zu erweitern: Frà Giocondo, Monocultivar, Sorte Leccino, 3-Liter-Bag-in-Box (€ 51,50, Best.-Nr. O7-c).

Frà Giocondo, Olivenöl vom Conventino di Monteciccardo Der Liter-Preis für dieses Spitzenöl reduziert sich dadurch auf € 17,17. Die Verpackung in Bag-in-Box ist eine ungewohnte, aber ideale Lösung: Da das Olivenöl auch nach dem Öffnen des "Schlauchs" nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt, bleibt es länger absolut frisch.

April 2016
ViniLeaks

Sangiovese vom Weingut Tiberio

Gedankenspiele, unseren Weinhandel in Zukunft steuersparend über die Briefkastenfirma DIRIDARI Unlimited auf den Britischen Jungferninseln abzuwickeln, haben sich nach Ruchbarwerdung der Panama Papers krachend erledigt. Solcherlei Datenlecks sind gewiss bedauerlich, doch nicht ansatzweise so katastrophal wie ein undichter Weinkeller, aus dem in kürzester Zeit Unmengen von Sangiovese verdunsten.

Das Leck in unseren Beständen vom Weingut Tiberio ist mittlerweile zum Glück behoben: Der 2013er Jahrgang des wie immer wunderbar kernigen Sangiovese IGP (Bestell-Nr. R19, € 8,20) ist vor Kurzem eingetroffen. Auch Malvasia Nera 2011 (R20, € 13,60) und Canaiolo 2011 (R21, € 13,60) aus Enzo Nocentinis Raritätenkabinett sind nun wieder auf Lager!

Matthias Schödl

Vergangene Woche fand in der Münchner Tonhalle die Präsentation der neuen Weinviertler DAC-Weine statt. Mathias Schödl, der Erfinder des schon nach einem Jahr legendären GreenGo, hat bei diesem Anlass einige seiner 2015er Weißweine vorgestellt. Besonders erwähnt sei hier der extrem leiwande Grüne Veltliner Lösshügel DAC (W41, € 7,50), den man getrost als Paradebeispiel eines pfeffrigen Weinviertler Veltliners bezeichnen kann.

Für die ersten warmen Tage möchten wir außerdem unsere beiden Rieslinge empfehlen, die bei den letzten Weinproben eine exzellente Figur gemacht haben: Der Riesling Steingraben 2014 vom Weingut Winkler (W35, € 7,90) besticht durch ausgeprägte Mineralik und den für Winkler-Weine typischen Biss. Der Clou des Riesling 2014 vom Weingut Schödl (W45, € 7,90) sind wundervolle Citrusaromen. Beide beweisen, dass guten Rieslingen das eine oder andere Jährchen Reifung auf der Flasche durchaus zuträglich ist.

März 2016
Weinmesse Vinessio und Montepulciano vom Feinsten

Weingut Schödl auf der Vinessio

Vor Kurzem fand im Zenith in Freimann die Weinmesse Vinessio statt, bei der vor allem kleinere Produzenten aus Deutschland und Österreich ihre Weine präsentieren. Einerseits sind derlei Veranstaltungen ein nützliches Forum für den direkten Austausch zwischen Winzer und Konsument. Andererseits bieten sie für das eher promilleorientierte Publikum eine willkommene Gelegenheit zum kostengünstigen Flatrate-Bechern.

Sassi Neri Riserva von der Fattoria Le Terrazze

Eine thematisch seriösere Mission verfolgte das Vinum & Oleum-Team bei seinem Messebesuch. Die Aufgabe bestand darin, neue Jahrgänge und Weine unserer Partner-Weingüter Köller, Schödl und Winkler zu verkosten, was wenig überraschend auch gelang und zu höchst erfreulichen Erkenntnissen führte. Die 2015er Weißweine – zum Teil schon in der Flasche, zum Teil aus Fassproben vorgestellt – sind auch dank günstiger Witterung von ausgezeichneter Qualität und werden im Laufe des Jahres in unser Sortiment integriert. Das Foto zeigt Leonhard und Herbert Schödl bei der Messe-Arbeit.

Soviel zur Zukunft, nun zur Gegenwart: Soeben eingetroffen und neu im Sortiment sind zwei Montepulciano-Weine aus den italienischen Marken, die wir von der Fattoria Le Terrazze beziehen.
Zum einen der Rosso Conero DOC 2013 (€ 8,90, R65) - ein exzellenter und sehr sortentypischer Montepulciano, der 12-15 Monate im großen Holzfass reift. Er würde sich beispielsweise gut mit einem Lammbraten vertragen - ein neues Rezept dazu findet sich in unserer kulinarischen Rubrik.
Zum anderen das Flaggschiff des Weinguts, der Sassi Neri Conero DOCG Riserva 2011 (€ 19,80, R66) - ein Barrique-Wein von kaum zu übertreffender Eleganz und sicher der beste Montepulciano, den wir je probiert haben. Die Weinberge der Fattoria Le Terrazze gehören zum Weinbaugebiet an den Hängen des Monte Conero in umittelbarer Nähe zur Adria südlich von Ancona.

Der zuletzt ausverkaufte St. Laurent 2013 vom Weingut Schödl wird ab sofort von der St. Laurent Reserve 2014 (€ 8,90, Best.-Nr. R50) abgelöst.

Vinum & Oleum hat sich ins soziale Netzwerk eingefädelt. Über Besuche auf unserer Seite bei Vinum & Oleum auf Facebook und viele Likes würden wir uns freuen.

Januar 2016
Die Poesie des Olivenöls

Olivenöl vom Conventino di Monteciccardo

Wenn der Sommelier einen rubinrot funkelnden Barolo kunstvoll im Kreise schwenkt, seinen Experten-Rüssel tief ins Riedel-Glas taucht und dann mit wichtiger Miene eine mit Tabak und Teer unterlegte Backpflaume diagnostiziert, so ringt uns das allenfalls ein wissendes Nicken ab. Schließlich outet man sich heutzutage schon als komplette Banause, wenn man gewöhnliches Helles aus Maßkrügen trinkt und als „süffig“ lobt. Der moderne Biertrinker füllt sein India Pale Ale in Spielzeuggläser, beschnuppert es und beschwört den Duft von Pink Grapefruit, Limette und Orangenschale. Von den verbalen Exzessen der Whiskey- und Kaffeegenießer wollen wir hier gar nicht reden ...

Stattdessen sei an dieser Stelle ein kurzer Exkurs in die Poesie des Olivenöls erlaubt. Es geht schließlich nicht an, das Grüne Gold mit ein bisschen „fruchtig und nussig“ abzuspeisen. Thymian, Minze, Rosmarin, Distel, Mandel, Walnuss, Artischocken, Tomatenblätter, Kiwi, Apfel, Paprikaschoten und Grüner Pfeffer sind nur ein Teil des aromatischen Arsenals, mit dem die Verkoster beim Lobpreis hochkarätiger Extra-Vergine-Essenzen um sich werfen.

Ein Schuss Fantasie und Augenzwinkern mag hilfreich sein, um dieses geschmackliche Kaleidoskop in allen Nuancen nachempfinden zu können. Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass erstklassige Olivenöle nicht nur die geschmacksarme und schlimmstenfalls ranzelnde Billigkonkurrenz weit hinter sich lassen, sondern sich auch untereinander durch eine beeindruckende Aromavielfalt unterscheiden. Davon konnten wir uns ein weiteres Mal überzeugen, als uns die Hausherren des Landguts Il Conventino di Monteciccardo einen Reigen sortenreiner Öle kredenzten, die sie in ihrer eigenen, hochmodernen Mühle in den italienischen Marken erzeugen.

Die unverschnittenen Olivenöle des „Conventino“ eignen sich besonders gut, um die typischen geschmacklichen Eigenschaften verschiedener Olivensorten zu entdecken. Im Sortiment haben wir das Frà Pasquale (€ 16,50, 0,75 l, Bestellnr. O6b) aus der lokalen Sorte Raggiola, das Frà Giocondo (€ 16,50, 0,75 l, Bestellnr. O7b) aus der in ganz Italien beliebten Leccino-Olive und das Frà Clemente (€ 19,90, 0,75 l, O8b) aus der französischen Sorte Picholine. Das gesamte Angebot finden Sie in der Rubrik Olivenöl.

Unser Weintipp des Monats ist der Blaufränkisch DAC Leithaberg 2011 (€ 12,50, Bestellnr. R46) vom Weingut Köllerhaus. Eine kompromisslose Ertragsbeschränkung und maßvoller Holzausbau verleihen ihm intensive Beerenfrucht, typische Würze und beachtliches Lagerpotenzial.

Dezember 2015
Weinentdeckung beim Schwammerlsuchen

Zweigelt Zena vom Remushof

Obwohl unser herbstlicher Aufenthalt in den italienischen Marken zuvörderst der Pilzforschung gewidmet war, sah das Vinum & Oleum-Team sich in der Pflicht, zum eigenen und zum Wohle der Kundschaft auch weintechnisch auf die Pirsch zu gehen. Dabei haben wir in der malerischen Landschaft zwischen Pesaro und Urbino das Weingut Il Conventino di Monteciccardo entdeckt.

Das Flaggschiff des Weinguts ist ein prachtvoller, zwei Jahre im Holz gereifter Sangiovese, der Cardomagno DOC 2012 (€ 14,50, R62). Dieser Rosso passt übrigens hervorragend zu Gänsebraten, wie ein völlig uneigennütziger Selbstversuch mit einem ehedem freilaufenden Ganter aus der Oberpfalz ergab. Sehr zu empfehlen sind außerdem ein weiterer Sangiovese-Wein, der Cardorosso DOC 2012 (€ 9,20, R61), sowie der herrlich duftige Cardoviola IGT 2014 (€ 7,80, R60), der aus den regionalen roten Rebsorten Aleatico und Lacrima gekeltert wird.

Von zwei weiteren festtagstauglichen Sangiovese-Weinen haben wir Nachschub hereinbekommen: Der Senaia DOC 2011 (€ 11,80, R25) vom Weingut Santo Stefano schmückt sich mit einem neuen Etikett und einem 100%ig sicheren DIAM-Naturkorken. Der Poventa DOC 2011 (€ 12,00, R17) vom Weingut Buccelletti verbindet die Kraft des Sangiovese mit der Eleganz des Syrah.

Gute Nachrichten gibt es für die Freunde des grünen Goldes: Unsere beliebten toskanischen Olivenöle OLEUM und OLIVOLO, auf die wir letzte Saison witterungsbedingt verzichten mussten, sind ab sofort wieder im Verkauf. Die Ernte 2015 ist von ausgezeichneter Qualität und frisch bei uns im Lager eingetroffen. Auch "Il Conventino", unser neuer Partner aus den Marken, bereichert unser Sortiment mit exzellenten Olivenölen, die sogar aus der betriebseigenen Ölmühle stammen.

Zuletzt noch zwei Tipps zu Weihnachten und Silvester: Vinum & Oleum bietet jetzt auch Geschenkgutscheine an. Alle Infos dazu finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik „Geschenke“. Am Heiligen Abend können Sie bis 14 Uhr völlig stressfrei bei uns einkaufen. Zum Anstoßen auf 2016 empfehlen wir den Blauburgunder Sekt (€ 13,50, S4) vom Weingut Schödl, einen trockenen und sehr süffigen „Blanc de noir brut“.

November 2015
Zeit lassen

Zweigelt Zena

Noch in dieser Woche konnte der Münchner bei einer kühlen Maß im Biergarten verweilen und sich mitten im Sommer wähnen. Dass es doch schon ein wenig herbstelt, bemerkte er an subtilen Kleinigkeiten: Auf dem Titelblatt der neuesten Dallmayer-Beilage wedelt eine jugendliche Knusperhexe mit einem Zimtstern, und im Kaufhof werden die ersten Osterhasen verkauft. Vinum & Oleum empfiehlt: Diese gezielt gestreute Hektik einfach ignorieren, Zeit lassen und Wein trinken.

Diesen Monat möchten wir unseren Kunden zwei Weine ans Herz legen, die uns neulich bei einer Weinprobe besonders gefallen haben: Zum einen den Weißen Burgunder Jubiläumsfass 2014 vom Weingut Schödl (W44, € 8,80), einen fast cremig dichten Weißwein mit vielschichtigen Fruchtaromen, der sich schön trinkt, wenn die Witterung – wie im Moment – nicht mehr so recht zu leichtfüßigen, schlanken Sommerweinen passt. Zum anderen den Zweigelt Žena 2013 vom Remushof (R32, € 7,80), einen fast schwarzen Rotwein, der wunderbar weich und geschmeidig über die Zunge läuft.

Tipps für allfällige Präsente finden Sie jederzeit in der Rubrik "Geschenke".

Oktober 2015
Herbstmeditation

Grüner Veltliner Alte Reben DAC Reserve

Fernöstliche Gurus wundern sich vermutlich darüber, dass in Europa immer wieder Leute beim Meditieren unter den Tisch kippen. Die Ursache des bizarren Phänomens liegt möglicherweise in den sogenannten Meditationsweinen begraben. Als solche werden insbesondere in Italien, aber auch hierzulande besonders hochwertige Weine mit vielschichtigen Aromen vermarktet.

In der Tat ist höchst umstritten, ob der Genuss dieser Weine den genuinen Zwecken der Meditation dienlich ist oder diese gar hintertreibt. Gewiss, auch eine vollständige Vernebelung des Bewusstseins kann als erlösend empfunden werden ... In Wirklichkeit sind Meditationsweine natürlich nicht dazu gedacht, in missbräuchlichen Mengen vernichtet zu werden, sondern in behaglicher Umgebung Schluck für Schluck Genuss zu bereiten - mit Erleuchtungspotenzial als werbewirksamem Nebeneffekt.

Für wohlige Stunden im Warmen, wenn draußen lausiges Herbstwetter herrscht, empfehlen wir - ohne Meditationsetikett - den Poventa Valdichiana DOC 2010 (€ 12,00, Bestell-Nr. R17) vom Weingut Agricola Buccelletti und die Malvasia Nera IGP 2011 (€ 11,50, Bestell-Nr. R20) vom Weingut Tiberio. Mit ihrer samtigen Weichheit und perfekten Harmonie sind diese im Holz gereiften toskanischen Rotweine ein probates Mittel, herbstliche Trübsal zu vertreiben.

September 2015
Von Reserven, Schmankerln und Gustostückerln

Grüner Veltliner Alte Reben DAC Reserve

Ein österreichisches Gustostückerl kann vieles sein, beispielsweise ein handgedrehter Prügelkrapfen oder auch ein Ferserl von David Alaba, in jedem Falle ist es ein Meisterstück. Insofern ist das Gustostückerl nicht unbedingt dasselbe wie das hierzulande geläufigere, aber durchaus zwielichtige Schmankerl. Man denke nur an jene auf Speisekarten angepriesenen "Bayerischen Schmankerln", hinter denen sich nicht selten ein dürrer Schweinsbraten in einer geradezu ungustiösen Glutamatsauce verbirgt.

Ein echtes Gustostückerl in Sachen Grüner Veltliner hat das Weingut Schödl vor Kurzem auf die Flasche gezogen: die Alten Reben Weinviertel DAC Reserve 2014 (€ 13,80, W43). Für die streng kontrollierte "Reserve" werden nur stark selektionierte, hochreife Trauben - eben die besten des Jahrgangs - verwendet. Die kompromisslose Auslese und eine lange Hefelagerung bis Ende Juni verleihen diesem Veltliner brillante Obst- und Kräuteraromen und eine sagenhafte Geschmeidigkeit - ein Spitzenwein für besondere Momente!

Zwei weitere Neuzugänge vom vielseitigen Weingut Schödl bereichern ab sofort unser Sortiment. Zum einen ein wunderbar duftiger Sauvignon Blanc 2014 (€ 7,90, W46) mit sortentypischen Stachelbeernoten. Zum anderen die Cuvée Rosengarten Rosé 2014 (€ 6,80, R52), ein absolut trockener Roséwein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Man sollte einplanen, dass die maßvolle Beschränkung auf ein, zwei Gläschen bei diesem süffigen Weinchen möglicherweise misslingt.

August 2015
Pasta Fredda im Backofen

Friulano Corte Marie

Ist Petrus neuerdings unter die Heizer gegangen? Jedenfalls schaltet die Wetterküche in diesem Sommer so häufig den Backofen ein, dass all jene, die letztes Jahr den verregneten Sommer beklagten, sich bemüßigt fühlen, über die unerträgliche Hitze zu lamentieren. Dabei gibt es zur Vermeidung körperlicher wie geistiger Austrocknung ein ebenso einfaches wie erbauliches Maßnahmenpaket: gut gekühlten Weißwein und Pasta Fredda.

Konkrete Anregungen für weinkulinarische Ausschweifungen unter dem Vorwand der Hitzewelle liefern wir auf unserer kürzlich reaktivierten und um einige Sommersalate erweiterten Rezepteseite. Der Link dazu findet sich rechts oben auf der Startseite unseres Webangebots. Besonders empfohlen sei die Pasta Fredda mit Zucchini und Champignons.

Als wohltuende Kühlmittel für die besonders heißen Tage eignen sich zum Beispiel der Grüne Veltliner loess.leicht 2014 (€ 6,60) vom Weingut Winkler aus dem Kremstal oder der Friulano Corte Marie 2014 (€ 7,40) vom Weingut Kitzmüller aus Friaul.

Juni 2015
Grillweine im Tiefdruckgebiet

Tragugnano 2014

Der Spargelwein-Wahnsinnn ist gerade erst verebbt, jetzt legt der "Shop" der Süddeutschen Zeitung mit einer "Sonderedition Grillweine" nach. Laut Beschreibung handelt es sich dabei um "Outdoor-Grill-Spezialisten", die überraschenderweise "auch drinnen schmecken, wenn es mal regnet". Wir finden das sensationell und spielen ernsthaft mit dem Gedanken, demnächst eine Armada von unschlagbaren Indoor-Grill-Spezialisten auf den Markt zu werfen, mit denen aufziehende Tiefdruckgebiete souverän ausgetrickst werden. Vielleicht versuchen wir es auch mit einer Sonderedition Leberkäs-Wein, denn irgendwann wollen wir auch mal die Ersten sein.

Für allfällige Grillgelegenheiten empfehlen wir einstweilen einige unserer kraftvollen italienischen Rotweine: den Civitella Rosso 2013 (R9, € 8,50) von Sergio Mottura, den Sangiovese 2011 (R19, 7,50) vom Weingut Tiberio und den Zoccoli 2010 (R24, 7,20) vom Weingut St. Stefano. Diese Rossos munden hervorragend zu Fleisch vom Rost, auch wenn sie einstweilen ohne Outdoor-Grill-Wapperl leben müssen.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht für die Freunde der Stachelschwein-Weine von Sergio Mottura: Der Tragugnano Orvieto DOC (W13, € 8,50) ist jetzt wieder erhältlich. Seit Kurzem haben wir den 2014er Jahrgang dieses erstklassigen Weißweins auf Lager, dem die Traubensorten Grechetto, Procanico und Sauvignon Blanc elegante und sehr komplexe Aromen verleihen. Sergio Mottura empfiehlt ihn zum Beispiel zu Crostini oder Mozarella mit Tomaten und Basilikum.

Mai 2015
Vinum & Oleum auf Tour: Friaul, Kremstal, Weinviertel

Syrah 2013

Es gibt sicher unangenehmere Beschäftigungen als durch malerische Landschaften zu tingeln und bei zielsicher angesteuerten Weingütern die Sortimente durchzukosten. Insofern sind wir weit davon entfernt uns zu beklagen, obgleich Weinreisen auch anstrengend sind. Eine gewisse Herausforderung besteht darin, vom konzentrierten Degustieren nicht ins unkontrollierte Kübeln abzugleiten. Dank einer an Selbstkasteiung grenzenden Zurückhaltung haben wir das geschafft und wertvolle Erkenntnisse von den besuchten Weingütern mitgebracht. Wie angekündigt haben wir unsere Eindrücke in einem kleinen Fotobericht zusammengefasst. Diesen finden Sie unter dem blauen Link oder wie alle Fotoberichte unter dem Link "V&O auf Tour" auf dieser Seite.

Der rundum erfreuliche Besuch bei der Familie Schödl im Weinviertel hat dazu geführt, dass wir zwei weitere Etiketten des Weinguts in unser Sortiment integriert haben: Zum einen den wunderbar fruchtigen Riesling 2014 (W45, 7,90 €), der gewiss eine Bereicherung für den anstehenden Sommer sein wird, und zum anderen den Syrah 2013 (R51, 8,90 €), der vor allem jenen Weinfreunden gefallen wird, die beim Rotwein eher Eleganz und Milde schätzen als gerbstoffreiche Wuchtigkeit.

Von unseren beiden friulanischen Lieferanten Riz und Kitzmüller bekommen wir in Kürze den Jahrgang 2014 ins Lager. Die beiden Weingüter haben auch in diesem Jahr sehr gute Weine gefüllt, obwohl die Wettergötter nichts unversucht ließen, um dies zu verhindern. Die derzeit ausverkauften Weine Sauvignon Blanc Collio (W11, 8,90 €) und Friulano Corte Marie (W6, 7,40 €) von Thomas Kitzmüller sowie der Il Rosso (R4, 7,50 €) von Riz sind voraussichtlich ab 10. Juni wieder auf Lager.

April 2015
Der Spargelwein-Overkill

Grüner Veltliner GreenGo

Immer im April, wenn in Schrobenhausen und Abensberg das Weiße Gold zu sprießen beginnt, stellt der wachsame Verbraucher verwundert fest, dass sämtliche Weißweine schlagartig zu Spargelweinen mutieren. Selbst die altehrwürdige Süddeutsche Zeitung ist sich nicht zu schade, in ihrem "Shop" einen Müller-Thurgau als "Sonderedition Spargelpaket" unters Volk zu bringen. Ist da womöglich der Spargel schon dabei? Selbst in der Hofpfisterei fällt dem Kunden beim Kauf seines Öko-Dinkel-Grünkern-Vollkorn-Natursauerteig-Brotes ein Fläschchen Weißwein ins Auge, dem ein Papierschildchen bescheinigt, "ideal zum Spargel" zu passen. Um in dieser Werbeschlacht nicht ins Hintertreffen zu geraten, sehen wir uns genötigt, darauf hinzuweisen, dass Vinum & Oleum mit einer Batterie von sieben verschiedenen Grünen Veltlinern aufgerüstet hat, ohne die Ihr Spargel - Sie ahnen es - zur matten Sache gerät.

Schmäh beiseite, wir freuen uns, dass seit Kurzem zwei neue Anbieter aus Niederösterreich unser Sortiment bereichern: das Weingut Erwin Winkler aus dem Kremstal und das Weingut Schödl aus dem Weinviertel. Bei beiden liegt der Schwerpunkt auf Weißwein und hier speziell beim Grünen Veltliner, der in diesen beiden Weinbauregionen die mit Abstand wichtigste Rebsorte ist. Es handelt sich durchweg um typische Veltliner mit lebendigen Fruchtaromen und frischer, knackiger Säure. Eine reizvolle Möglichkeit, die Vielfalt dieses Weins zu ergründen, wäre eine Probierkiste mit sechs verschiedenen Flaschen des Jahrgangs 2014. Die Palette reicht vom leichtfüßigen GV GreenGo (W40, € 6,10) vom Weingut Schödl bis hin zum zauberhaften GV Moosburgerin (W33, € 8,20) vom Weingut Winkler, so dass sich für das Sixpack ein moderater Preis von 43,20 € ergibt (ohne Spargel!). Außer Konkurrenz läuft der von Erwin Winkler im großen Holz ausgebaute und mit AWC Gold prämierte Grüne Veltliner Wieland (W34, € 13,20) des Jahrgangs 2012, der sich mit seiner unglaublichen Aromafülle auch für ganz besondere Anlässe empfiehlt.

Dass unsere beiden neuen Partner bei Weitem nicht nur Grünen Veltliner können, beweisen exemplarisch der holunderduftige Gelbe Muskateller Steingraben (W37, € 7,80) vom Weingut Winkler und der im Holzfass ausgebaute Weiße Burgunder Jubiläumsfass (W44, € 8,80) vom Weingut Schödl. Bei einer Weinprobe am 22. Mai werden wir den Schwerpunkt auf die neuen Weißweine legen.

Vom 11. bis 17. Mai ist unser Lagerverkauf geschlossen, da das Vinum & Oleum-Team ausfliegt. Auf einer Weinreise durch die Regionen Friaul, Steiermark und Niederösterreich werden wir neue Jahrgänge testen, Weinberge und -keller besichtigen und selbstverständlich nach weiteren bacchantischen Gustostückerln Ausschau halten. Danach melden wir uns mit einem Fotobericht.

März 2015
Weine am Schmarrnphone

Nocens IGP 2009

Mit Smartphones kann man jede Menge Unsinn anstellen, z.B. Jalousien auf- und abfahren oder private Daten in eine Wolke blasen. Man kann damit aber auch sehr nützliche Dinge tun, zum Beispiel Weine bei Vinum & Oleum aussuchen. Und da war es bisher doch eher suboptimal, dass man die Menüpunkte auf der Website erst nach einer Viertelstunde Zoomen erkennen konnte.

Keine Sorge, wir belästigen niemanden mit einer hippen Vinum & Oleum App, bei der bereits ein argloser Blick auf das Display den Kauf von sechzig Flaschen Mottura-Edelwein auslöst - obwohl das natürlich praktisch wäre (grübel grübel). Wir haben lediglich das Outfit unseres Internetangebots modifiziert, damit auch die Smartphone-Freunde etwas komfortabler in unserem Sortiment schmökern können. Apropos Sortiment ...

Angelockt von einer Bratensulz und einem bayerischen Bier, hat uns der Jagschitz Franz vom Remushof eine Ladung Welschriesling 2014 (€ 6,10) nach München gebracht. Angesichts dessen, wie viele Freunde dieser leichte, fruchtige Weißwein hat, ist das eine ausgesprochen gute Nachricht. Zum österlichen Braten empfehlen wir einen kraftvollen toskanischen Rotwein - den Nocens IGP 2009 (€ 11,50) vom Weingut Tiberio, eine beerenduftige Kreation aus Canaiolo und Cabernet Sauvignon, ausgebaut in Barriques und lange gereift.

Noch eine Notiz am Rande: Das Vinum & Oleum-Team ist im März zur Weinmesse nach Freimann ausgeschwärmt, um nach feinen Weinen zu fahnden. Und es ist fündig geworden. In Bälde wird eine ganze Batterie neuer Weine das Sortiment bereichern. Vorstellen werden wir sie dann im April und bei zahlreichen Weinproben.

Februar 2015
Spitzen-Jahrgang 2010

Senaia 2010

Wenn Winzer mit leicht gequältem Blick von Weinen mit ausgesprochen lebendiger Säure, dezenter Frucht und schlankem Körper schwadronieren, besteht zumindest der Verdacht, dass es sich um einen eher weniger gelungenen Tropfen handelt, den eine völlig verregnete Saison trotz aller Mühen im Weinberg zu einem veritablen Sauerampfer geraten ließ. Das Gute an solchen wettertechnischen Seuchenjahren ist eigentlich nur, dass es auch positive Pendants dazu gibt. Ein Exempel dafür war das Jahr 2010 - zumindest in der Toskana. Sonnenverwöhnte, gesunde und vollreife Trauben bildeten die Basis für einen Reigen fabelhafter Rotweine, die selbst ihre bescheidenen Erzeuger ins Schwärmen geraten lassen.

Wer sich davon überzeugen möchte, der probiere ein Fläschchen des Senaia DOC 2010 (€ 9,20) vom Landgut St. Stefano, der seit Kurzem im Verkauf ist. Drei verschiedene Sangiovese-Sorten, ein wenig Merlot und schonender Barrique-Ausbau prägen diesen großartigen, schön gereiften Rosso. Wie sein kleiner Bruder, der Zoccoli DOC 2010 (€ 7,20) trägt er nun das EU-Bio-Siegel.
Auch in den Augen von Lidia und Roberta vom Weingut Agricola Buccelletti stellte sich ein unübersehbares Leuchten ein, als bei unserem letzten Besuch die Rede auf den 2010er Jahrgang kam. Der Merigge IGT 2010 (€ 15,00), ein im 900 Liter-Eichenholzfass gereifter reinsortiger Merlot, gehört sicher zu den Juwelen im Sortiment.

Januar 2015
Neue Jahrgänge im Verkauf

Sangiovese 2011

Ende Januar zieht Normalität ins Leben ein: Komsumfeindliche Vorsätze zum Jahreswechsel werden mit Schmackes über Bord geworfen, und selbst völlig alkoholfreie Phasen gehen unweigerlich zu Ende. Pünktlich zu dieser Zeit der Wiederbesinnung aufs Wesentliche bringen wir neue Jahrgänge von zwei Weinen in den Handel, die sich auch sehr gut für den weniger maßvollen Genuss eignen. Letzteres insofern, als sie die Brieftasche nur moderat erleichtern und auch am nächsten Morgen in der Regel keine harten Strafen zu verhängen pflegen.

Da ist zum einen der 2011er Jahrgang des reinsortigen Sangiovese vom toskanischen Weingut Tiberio, mit dem Kellermeister Enzo Nocentini wieder einmal Zeugnis seiner unvergleichlichen Meisterschaft beim Umgang mit dieser bereits von den Etruskern kultivierten Traubensorte abgelegt hat. Der Sangiovese Valdarno di Sopra DOC 2011 (€ 7,50) ist der perfekte Begleitwein zu deftigen Braten, deren Fetten er mit kraftvoller Säure und kantigen Gerbstoffen zu Leibe rückt, während er uns Genießer mit seinem wundervollen Johannisbeerduft verwöhnt.
Unser zweiter Neuling ist der 2013er Chardonnay Classic (€ 6,80) vom Weingut Köllerhaus aus dem Burgenland. Die Chardonnays unseres Freundes Ronni sind stets sehr sortentypisch und von ausgezeichneter Qualität, egal ob sie als Tatschler, DAC Leithaberg oder klassische Edition firmieren. Aus einem schmelzigen, leicht buttrigen Körper entfalten sich fruchtige Pfirsichnoten.

Neuigkeiten und Infos

Leben ohne Wein ist möglich, aber sinnlos.